Medizinisches Cannabis aus Ihrer Apotheke

Allgemeine Information

Schon seit vielen Jahren wird Cannabis erfolgreich medizinisch genutzt. Die Pflanzen enthalten eine ganze Reihe von Stoffen, die auf ihre pharmazeutische Wirksamkeit erforscht wurden. Dabei wird hauptsächlich zwischen Sativa und Indica unterschieden: Cannabis-Sorten mit einem hohen Anteil Sativa wirken eher belebend, während die Sorten mit einem hohen Anteil Indica eine sedierende Wirkung haben.

Medizinisches Cannabis wird häufig bei u.a. folgenden Krankheiten eingesetzt:

• Chronische Schmerzen
• Psychische Erkrankungen
• Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
• Spasmen und Epilepsie
• Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
• Übelkeit und Erbrechen

Was ist Cannabis?

Die Hanfpflanze (Cannabis) ist eine dem Hopfen verwandte Pflanzengattung. Aufgrund ihrer berauschenden Wirkung, wird Cannabis häufig konsumierte illegale Rauschdroge. Die getrockneten Blüten und blütennahen Blätter werden auch als Marihuana bezeichnet; das aus den Pflanzenteilen gewonnene Harz ist unter dem Namen Haschisch bekannt.
Seit einiger Zeit wird nun auch die medizinische Anwendung von Cannabis erforscht. Vor allem in der Therapie chronischer neuropathischer Schmerzen ist die Wirksamkeit bereits empirisch nachgewiesen.

Wie ist die aktuelle Gesetzeslage für medizinisches Cannabis?

Seit dem 10. März 2017 sind Cannabisblüten oder Extrakte oder cannabishaltige Arzneimittel auch in Deutschland verkehrs- und verschreibungsfähig. Dies bedeutet, dass ihr pharmazeutisch-medizinischer Einsatz erlaubt ist. Ärzte können also Patienten mit schwerwiegenden Erkrankungen und bei mangelnder Therapiealternative Cannabis per Rezept verordnen.

Wem hilft Cannabis?

In vielen Kulturen wird Cannabis schon seit langer Zeit in der „traditionellen“ Medizin eingesetzt. In unserer „modernen“ Medizin fehlt jedoch bei vielen Indikationen eine wissenschaftlich belegte Wirkung.

Gute Ergebnisse gibt es derzeit für die Verwendung in der Schmerztherapie. Vor allem bei neuropathischen und krebsbedingten Schmerzen konnte ein pharmakologischer Nutzen festgestellt werden. Gleiches gilt bei der Behandlung von Spastiken bei Multipler Sklerose.

Als weitere Anwendungsgebiete kommen derzeit Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie, Gewichtsverlust bei einer HIV-Infektion, Schlafstörungen und die Behandlung des Tourette-Syndroms infrage.

Wird Cannabis von den (gesetzlichen) Krankenkassen erstattet?

Für GKV-Versicherte besteht ein gesetzlicher Anspruch auf cannabishaltige Arzneimittel. Allerdings gilt dies nur für Patienten, bei denen eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht oder nicht zur Anwendung kommen kann. Außerdem muss die Aussicht gegeben sein, dass eine spürbar positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht.
Bei der ersten Verordnung von cannabishaltige Arzneimittel muss jedoch vor Beginn der Behandlung von der zuständigen Krankenkasse eine Genehmigung eingeholt werden.

Wie kann Cannabis eingenommen werden?

Cannabis kann inhaliert oder oral aufgenommen werden. Da die in den Cannabisblüten vorliegenden Wirkstoffe erst durch Erhitzen ihre Wirkung entfalten, wird die Inhalation über spezielle Vaporisator empfohlen. Cannabisextrakte stehen z.B. als Cannabisölharz-Lösung zur oralen Anwendung zur Verfügung.
Die Einnahmeart hängt jedoch auch von der Indikation und evtl. zu berücksichtigenden Begleiterkrankungen ab.

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